By Walter J. Ong (auth.)

ISBN-10: 3658109718

ISBN-13: 9783658109714

ISBN-10: 3658109726

ISBN-13: 9783658109721

Walter J. Ongs Standardwerk erweist sich vor dem Hintergrund des heutigen Wandels von Medien, Kultur und Gesellschaft als relevanter denn je: Es bietet in anschaulicher Weise Einblicke in den Charakter mündlicher und schriftlicher Gesellschaften und führt damit vor Augen, welche zentrale Bedeutung der Transformation von Kommunikation für die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung zukommt. Ong zeichnet nach, wie tiefgreifend unsere gesamte Kultur durch den Übergang von der mündlichen zur schriftlichen und dann zur elektronischen Kommunikation, durch die Entwicklung des Schreibens und Druckens umgestaltet worden ist. Dieses Buch zeigt eindrucksvoll die unterschiedliche Bedeutung mündlicher und schriftlicher Kommunikationsweisen und hilft, die ‚zweite Oralität’ einer digitalen Medienumgebung zu verstehen. Es beantwortet Fragen wie: welchen Stellenwert hat gesprochene Sprache in einer schriftbasierten Gesellschaft? Wie haben sich Kulturen durch immer leistungsfähigere Aufzeichnungstechniken verändert? Und in welchem Spannungsverhältnis befinden sich Oralität und Literalität im elektronischen Zeitalter?

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Viele moderne Kulturen, die das Schreiben zwar seit Jahrhunderten beherrschen, es jedoch nie ganz verinnerlicht hatten, wie die arabische Kultur etwa und bestimmte mediterane Kulturen (z. B. Griechenland, Tannen 1980a), beruhen immer noch sehr stark auf formularischem Denken und Ausdruck. Kahlil Gibran machte sich dadurch einen Namen, dass er literalisierten Amerikanern oral formelhafte Produkte gedruckt vorlegte. Die sprichworthaften Äußerungen wurden als neuartig empfunden; allein, es waren die gleichen, die, wie mir ein libanesischer Freund mitteilte, in Beirut zu den Alltagsweisheiten zählen.

13 einer primären oralen Kultur erzählt wird, eine Frühform: wieder das Pferd als ein Auto ohne Räder. Der gewaltige Unterschied zwischen Reden und Schreiben ist jetzt dargestellt. Wie aber kann eine Alternative für den anachronistischen und widersprüchlichen Terminus „orale Literatur“ gefunden werden? Wir können einen Vorschlag Northrop Fryes zur Benennung epischer Dichtung aufgreifen, den er in The Anatomy of Criticism (1957, S. 248-250, 293-303, dt. 1964) entwickelte, und alle rein orale Kunst mit dem Wort „Epos“ bezeichnen, das die gleiche urindoeuropäische Wurzel, wekw–, wie das lateinische vox und sein englisches Äquivalent „voice“ (Stimme) hat und somit fest im Vokalen, im Oralen, verankert ist.

Eine vertretbare Anzahl dieser Aspekte wird das Buch behandeln, denn eine erschöpfende Darstellung würde viele Bände füllen. Es empfiehlt sich, Oralität und Literalität synchron darzustellen, indem man orale und chirographische (schreibende) Kulturen miteinander vergleicht, die während einer bestimmten Zeitspanne koexistierten. Es ist jedoch ebenso unerlässlich, sich dem Thema diachronisch oder historisch zu nähern, durch einen Vergleich aufeinanderfolgender Epochen. Die menschliche Gesellschaft bildete sich zuerst mit Hilfe der oralen Rede; zu einem sehr späten Zeitpunkt ihrer Geschichte wurde sie literalisiert, und zwar zunächst nur in bestimmten gesellschaftlichen Gruppen.

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Oralität und Literalität: Die Technologisierung des Wortes by Walter J. Ong (auth.)


by David
4.1

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